"Venezianischer
Maskenzauber Vienna" im Salzburger Europark
Gedankenverloren
hasten die Menschen durch das große Einkaufszentrum, bepackt mit Plastiksackerln,
die Einkaufsliste vor Augen, die abzuarbeiten ist. Plötzlich halten sie inne
und werfen einen kurzen Blick auf den Pierrot, der unvermutet vor ihnen aufgetaucht
ist. Sie umrunden ihn. Gehen weiter.
Da, ein zweites Geschöpf aus einer Märchenwelt. Sie bleiben stehen und
betrachten die Figur genauer. Dort, ein Pärchen. Es scheint, einer anderen
Zeitepoche entsprungen zu sein. Weiter drüben ein Paradiesvogel. Dahinter
ein eleganter, edler Herr mit Dreispitz und Gehstock. Die Einkaufsliste ist vergessen.
Wer sind sie? Was tun sie hier?
"Mama,
ich will zur Puppe!" ruft ein kleines Kind und zerrt die Mutter zur Maske.
Die in edlen Brokat gehüllte und mit Blumen geschmückte Frau scheint
zu lächeln, betrachtet das Kind ein paar Sekunden und reicht ihm dann behutsam
die Hand, die das kleine Mädchen erstaunt ergreift.
"Schau Papa, der Papageno aus der Zauberflöte", sagt ein anderes,
etwas größeres Kind. Der Vogelhändler mit dem Vogelkäfig
auf dem Rücken, begleitet von fröhlichem Vogelgezwitscher, treibt seine
harmlosen Scherze mit dem Publikum, während die anderen Masken langsam und
würdevoll weiter schreiten.
Zum
Karneval in Venedig zu reisen ist nicht für jeden erschwinglich. So kam der
Karneval zu den Salzburgern, die darüber begeistert waren, bei Gruppenposen
Stress und Hektik vergaßen, ihre Kameras und Fotohandys zückten und
die Masken digital bannten, was ihnen gerne und geduldig gewährt wurde.
Die Gruppe "Venezianischer Maskenzauber Vienna" brachte einen Tag lang
eine für das Publikum überraschende und faszinierende Abwechslung in
den Salzburger Europark.